Über Gaos Kindheit:

„Als ich fünfzehn wurde bekamen mein Bruder und ich einen Teilzeitjob und wir arbeiteten als Bergleute im Huangling-Bergwerk in Shaanxi. Heute – wann immer ich von einem Grubenunglück erfahre – muss ich an die Bedingungen denken, unter denen wir damals gearbeitet haben. Die Gesellschaft ist heute aufmerksam wenn ein Grubenunglück passiert und drängt die Arbeitgeber, etwas zu unternehmen. Damals aber kümmerte sich gewöhnlich niemand darum. Der Tod eines menschlichen Wesens wurde zu der Zeit als ungefähr so unwichtig angesehen wie der Tod einer Ameise.“
- Seite 16
„Vor einigen Jahren gab Mutter diese Höhlenwohnung, in der ich geboren wurde, anderen Leuten. In dieser Höhle waren wir Kinder alle geboren und aufgezogen worden. Das Bett aus Ziegelsteinen in der Höhle ist recht groß, wenn nur vier Leute darauf schlafen, aber es wird ein bisschen eng bei fünf Leuten. Als mein Vater noch lebte, schliefen wir alle neun darauf. Einer meiner Brüder, mein Vater und ich schliefen unter derselben Decke – bis mein Vater starb.“
– Seite 39
Der Winter auf dem Lößplateau bringt immer eisig kalten und starken Wind mit sich. Während andere Kinder zu Hause bleiben konnten, mussten wir täglich in den Bergen nach Brennholz suchen, da wir kein Geld hatten, um Kohlen zu kaufen. Die Armut und die feindliche Natur der Umgebung stärkten unseren Willen, und dazu kam noch der unnachgiebige Geist meiner Mutter. Das befähigte uns, all die Jahre zu überleben. Ich trat in eine neue Phase meines Lebens ein, als meine Mutter 1977 beschloss, mich zur Mittelschule zu schicken.
– Seite 48

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